Inhalt
- § 1 Geltungsbereich, Anbieter, Begriffe
- § 2 Vertragsschluss
- § 3 Leistungen
- § 4 Verfügbarkeit, Wartung, Störungen
- § 5 Änderungen der Leistung
- § 6 Ressourcen und angemessene Nutzung
- § 7 Pflichten des Kunden
- § 8 Rechtsverstöße, Meldeverfahren, Sperrung
- § 9 Preise und Zahlung
- § 10 Zahlungsverzug
- § 11 Vertragslaufzeit, Verlängerung und Kündigung
- § 12 Domains
- § 13 Domain im Paket
- § 14 Datensicherung
- § 15 Haftung
- § 16 Freistellung
- § 17 Daten nach Vertragsende
- § 18 Änderungen dieser AGB
- § 19 Widerruf und Datenschutz
- § 20 Schlussbestimmungen
Hessen-Server.de, Stand: 20.10.2026
§ 1 Geltungsbereich, Anbieter, Begriffe
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über Webhosting-Pakete, Zusatzoptionen, Domains und die damit verbundenen Leistungen, die Sie über unseren Online-Shop mit uns abschließen. Die jeweils aktuelle Fassung können Sie jederzeit unter https://www.hessen-server.de/agb abrufen.
(2) Anbieter ist Hessen-Server.de, Geschäftsleitung: Alexander Krenik, An der Kirche 4, 35260 Stadtallendorf, Deutschland, E-Mail: info@hessen-server.de, USt-IdNr. DE316181464. Im Folgenden "wir" oder "uns".
(3) Verbraucher ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unternehmer ist jede natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt. Regelungen, die nur für Unternehmer gelten, sind mit "(nur Unternehmer)" gekennzeichnet. "Kunde" ist, wer mit uns einen Vertrag schließt; "Sie" spricht den Kunden an.
(4) Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden gelten nicht, auch wenn wir ihnen nicht ausdrücklich widersprechen. Individuelle Vereinbarungen mit dem Kunden haben Vorrang vor diesen AGB.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Pakete, Optionen und Domains im Shop ist noch kein bindendes Angebot. Mit Klick auf die Schaltfläche "Zahlungspflichtig bestellen" gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss des Vertrags ab. Vorher kann er seine Angaben im Warenkorb und in der Kasse prüfen und mit den dort angebotenen Funktionen und über die Zurück-Funktion des Browsers ändern oder die Bestellung abbrechen.
(2) Nach Eingang der Bestellung senden wir dem Kunden eine Bestellbestätigung per E-Mail. Mit ihr nehmen wir die Bestellung an. Richten wir das bestellte Paket schon vorher ein, kommt der Vertrag mit der Einrichtung zustande. Die Zugangsdaten erhält der Kunde per E-Mail. Für Domains gilt zusätzlich § 12 Abs. 4.
(3) Wir können eine Bestellung vor ihrer Annahme ablehnen, wenn ein sachlicher Grund vorliegt, etwa unvollständige oder erkennbar falsche Angaben, der Verdacht auf Missbrauch oder Betrug oder eine frühere Sperrung des Kunden wegen eines schwerwiegenden Verstoßes nach § 8.
(4) Vertragssprache ist Deutsch. Wir speichern die Bestelldaten. Der Kunde erhält diese AGB und die Bestelldaten in Textform mit der Bestätigung per E-Mail.
(5) Der Kunde versichert, dass seine Angaben bei der Bestellung und im Kundenkonto vollständig und richtig sind, und hält sie aktuell. Der Kunde muss voll geschäftsfähig sein. Unternehmer geben dies bei der Bestellung als solche an und nennen, soweit vorhanden, ihre USt-IdNr.
§ 3 Leistungen
(1) Der Umfang unserer Leistungen ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung des gebuchten Pakets und der gebuchten Zusatzoptionen im Shop zum Zeitpunkt der Bestellung. Dazu gehören je nach Paket insbesondere Speicherplatz, E-Mail-Postfächer und die Verwaltung über die Oberfläche Plesk.
(2) Die Pakete sind auf WordPress-Webseiten ausgerichtet. Soweit das Paket eine Funktion zur automatischen Aktualisierung von WordPress ("Smart Updates") enthält, unterstützt sie den Kunden beim Aktualisieren. Wir sagen nicht zu, dass jede Aktualisierung mit jedem Theme, Plugin oder Inhalt des Kunden fehlerfrei funktioniert. Für die Inhalte und die Funktion der Webseite des Kunden bleibt der Kunde verantwortlich.
(3) Zusatzoptionen (zum Beispiel weitere Postfächer, mehr Speicherplatz, ein weiteres Webprojekt) können monatlich dazugebucht werden und erweitern das Paket für die Dauer ihrer Buchung. Ihre Laufzeit und Kündigung richten sich nach § 11.
(4) Ein Zugang per SSH ist nur Bestandteil der Leistung, wenn die Paketbeschreibung ihn ausdrücklich nennt. Der Kunde verwaltet sein Paket über Plesk und die übrigen im Paket enthaltenen Zugänge.
(5) Wir betreiben die Server derzeit in Rechenzentren in Deutschland. Wir dürfen uns zur Leistungserbringung Dritter bedienen (zum Beispiel Rechenzentrumsbetreiber und Registrierungsstellen). Das ändert nichts an unserer Verantwortung gegenüber dem Kunden.
(6) Für E-Mail setzen wir Filter gegen Spam und Schadsoftware ein. Eine fehlerhafte Einstufung einzelner Nachrichten lässt sich technisch nicht vollständig ausschließen. Die Zustellung von Nachrichten Dritter an die Postfächer des Kunden und an Empfänger außerhalb unseres Einflussbereichs können wir deshalb nicht zusagen. Gesetzliche Rechte des Kunden bei Mängeln bleiben unberührt.
§ 4 Verfügbarkeit, Wartung, Störungen
(1) Wir halten unsere Systeme mit angemessener Sorgfalt betriebsbereit. Eine bestimmte Verfügbarkeit sagen wir nicht zu. Gesetzliche Rechte des Kunden bei Störungen und Mängeln bleiben unberührt.
(2) Zur Pflege, Sicherheit und Weiterentwicklung der Systeme sind Wartungsarbeiten notwendig, die den Zugriff kurzzeitig einschränken können. Wir führen sie, soweit möglich, zu Zeiten geringer Nutzung durch und kündigen größere, planbare Arbeiten rechtzeitig an. Dringende Sicherheitsmaßnahmen dürfen wir auch kurzfristig vornehmen.
(3) Einschränkungen, die nicht in unserem Einflussbereich liegen (zum Beispiel Ausfälle von Leitungen Dritter, höhere Gewalt, Angriffe, die trotz angemessener Schutzmaßnahmen auftreten), gelten nicht als Verletzung unserer Pflichten, soweit uns kein Verschulden trifft und wir sie nach Kräften beheben.
(4) Den Support erreichen Sie über die im Kundenbereich und auf unserer Website genannten Kontaktwege. Der Kunde meldet Störungen bitte so früh wie möglich mit einer nachvollziehbaren Beschreibung. Eine bestimmte Antwort- oder Bearbeitungszeit sagen wir nicht zu. Das Unterlassen oder Verzögern einer Meldung berührt die gesetzlichen Mängelrechte nicht, kann aber nach den allgemeinen Regeln (Mitverschulden) bei einem Schadensersatz berücksichtigt werden.
§ 5 Änderungen der Leistung
(1) Wir dürfen Leistungen ändern, wenn dafür ein triftiger Grund besteht, dem Kunden dadurch keine zusätzlichen Kosten entstehen und wir ihn klar und verständlich informieren. Triftige Gründe sind insbesondere technische Weiterentwicklung, Sicherheitsanforderungen, Gesetzesänderungen oder Entscheidungen von Herstellern und Dritten (zum Beispiel das Ende der Unterstützung einer PHP-Version oder einer Softwarekomponente).
(2) Beeinträchtigt eine Änderung den Zugang des Kunden zur Leistung oder deren Nutzbarkeit nicht nur unerheblich, informieren wir den Kunden in Textform innerhalb einer angemessenen Frist vor der Änderung. Die Information nennt die Merkmale und den Zeitpunkt der Änderung und weist auf das Beendigungsrecht hin.
(3) Bei einer solchen Beeinträchtigung kann der Kunde den Vertrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Information oder, wenn die Änderung später erfolgt, nach der Änderung kostenlos beenden. Das gilt nicht, wenn ihm die unveränderte Leistung ohne zusätzliche Kosten erhalten bleibt. Im Voraus gezahlte Entgelte für die Zeit nach der Beendigung erstatten wir anteilig.
(4) Änderungen, die zur Aufrechterhaltung der vertragsgemäßen Leistung oder zur Behebung von Sicherheitslücken erforderlich sind, sind keine Leistungsänderung im Sinne dieses Paragrafen.
§ 6 Ressourcen und angemessene Nutzung
(1) Speicherplatz, Postfächer und die übrigen Leistungsgrenzen des Pakets ergeben sich aus der Paketbeschreibung. Darüber hinaus teilen sich mehrere Kunden die Ressourcen eines Servers. Der Kunde darf die Ressourcen nicht in einem Maß beanspruchen, das den Betrieb des Servers oder die Nutzung durch andere Kunden spürbar beeinträchtigt.
(2) Beeinträchtigt der Kunde den Betrieb, weisen wir ihn zunächst in Textform darauf hin und setzen eine angemessene Frist zur Abhilfe (zum Beispiel durch Optimierung der Webseite oder Wechsel in ein größeres Paket). Bleibt die Frist ohne Erfolg oder ist der Betrieb akut gefährdet, dürfen wir die Ressourcen des betroffenen Dienstes begrenzen oder ihn vorübergehend so weit einschränken, wie es zur Abwehr erforderlich ist. Wir informieren den Kunden dabei unverzüglich und heben die Maßnahme auf, sobald der Anlass entfallen ist.
§ 7 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim, wählt sichere Passwörter und gibt uns unverzüglich Bescheid, wenn er einen Missbrauch seiner Zugangsdaten vermutet. Er ist für Handlungen verantwortlich, die über seine Zugangsdaten erfolgen, soweit er sie zu vertreten hat.
(2) Der Kunde ist für die Inhalte, die er auf dem Server speichert, veröffentlicht oder versendet, selbst verantwortlich. Er stellt sicher, dass er die dafür nötigen Rechte hat und dass die Inhalte und ihre Nutzung nicht gegen Gesetze oder Rechte Dritter verstoßen.
(3) Dem Kunden ist insbesondere untersagt:
- Inhalte zu speichern oder zugänglich zu machen, die gegen Strafgesetze verstoßen oder offensichtlich Rechte Dritter verletzen (zum Beispiel Urheber-, Marken-, Persönlichkeits- und Datenschutzrechte), darunter Inhalte, die zu Straftaten aufrufen, Gewalt verherrlichen oder Kinder und Jugendliche gefährden;
- unverlangte Werbenachrichten (Spam) zu versenden oder den Mailserver für Massenversand ohne Einwilligung der Empfänger zu nutzen;
- Schadsoftware zu verbreiten, Phishing-Seiten zu betreiben oder Systeme Dritter anzugreifen oder zu testen, ohne dazu berechtigt zu sein;
- die Sicherheit oder Stabilität der Server zu gefährden, etwa durch Umgehung von Beschränkungen;
- Zugänge so zu nutzen, dass dadurch Sperrlisten, Reputation oder Betrieb unserer Server Schaden nehmen (zum Beispiel durch offene Weiterleitungen oder unsicher betriebene Formulare).
(4) Betreibt der Kunde eine Webseite, erfüllt er die dafür geltenden gesetzlichen Pflichten selbst, etwa die Anbieterkennzeichnung (Impressum) und die datenschutzrechtlichen Pflichten als Verantwortlicher. Soweit wir für den Kunden personenbezogene Daten im Auftrag verarbeiten, ist eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO erforderlich; wir stellen sie auf Anforderung bereit.
(5) Der Kunde hält die von ihm eingesetzte Software (Content-Management-System, Themes, Plugins, Skripte) im Rahmen des Zumutbaren aktuell, soweit dies nicht durch eine Aktualisierungsfunktion des Pakets geschieht, und beseitigt bekannte Sicherheitslücken in seinen Inhalten.
§ 8 Rechtsverstöße, Meldeverfahren, Sperrung
(1) Wir überwachen die Inhalte unserer Kunden nicht allgemein. Hinweise auf mutmaßlich rechtswidrige Inhalte kann jedermann elektronisch an support@hessen-server.de richten. Die Meldung soll begründen, warum der Inhalt rechtswidrig sein soll, die genaue Fundstelle (URL) nennen sowie Name und E-Mail-Adresse der meldenden Person enthalten und die Erklärung, dass die Angaben nach bestem Wissen richtig und vollständig sind. Wir bestätigen den Eingang der Meldung und teilen die Entscheidung mit, sofern uns Kontaktdaten vorliegen.
(2) Erhalten wir eine Meldung oder erfahren wir sonst von einem mutmaßlichen Verstoß gegen § 7, prüfen wir den Fall und geben dem Kunden, soweit möglich, Gelegenheit zur Stellungnahme und zur Beseitigung innerhalb einer angemessenen Frist.
(3) Wir dürfen Inhalte entfernen oder den Zugriff darauf sperren, den betroffenen Dienst oder das Paket vorübergehend sperren oder den Versand von E-Mails beschränken, wenn
- der Kunde eine Abhilfefrist nach Absatz 2 ungenutzt verstreichen lässt, oder
- ein offensichtlicher und schwerwiegender Rechtsverstoß vorliegt, eine akute Gefahr für die Sicherheit oder Stabilität unserer Systeme oder für Dritte besteht, oder eine Behörde oder ein Gericht die Maßnahme verlangt, und eine vorherige Anhörung nicht zumutbar ist.
Die Maßnahme beschränkt sich auf das, was zur Abwehr erforderlich ist, und wird aufgehoben, sobald der Anlass entfallen ist. Der Kunde bleibt in dieser Zeit zur Zahlung verpflichtet, es sei denn, die Sperrung war unberechtigt.
(4) Wir teilen dem Kunden jede solche Maßnahme unverzüglich mit Begründung mit. Die Mitteilung nennt Art und Umfang der Maßnahme, die maßgeblichen Tatsachen, ob automatisierte Verfahren (zum Beispiel Spam- und Schadsoftwarefilter) beteiligt waren, die Rechtsgrundlage oder die verletzte Regelung dieser AGB und die Möglichkeiten des Rechtsbehelfs. Der Kunde kann der Maßnahme in Textform widersprechen; wir prüfen den Widerspruch unverzüglich. Gerichtlicher Rechtsschutz bleibt unberührt.
(5) Unsere gesetzlichen Rechte, insbesondere zur Kündigung aus wichtigem Grund (§ 11 Abs. 8), bleiben unberührt.
§ 9 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die Preise, die im Shop zum Zeitpunkt der Bestellung angezeigt werden. Die Preise sind Endpreise und enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer, soweit sie anfällt (derzeit 19 Prozent). Ändert sich der gesetzliche Umsatzsteuersatz, ändert sich der Bruttopreis entsprechend, soweit die Änderung für unsere Leistung während der Vertragslaufzeit gilt.
(2) Die Zahlung erfolgt je nach Auswahl bei der Bestellung monatlich oder jährlich im Voraus; das Entgelt ist jeweils zu Beginn der Laufzeit fällig. Wir bieten die im Bestellvorgang angezeigten Zahlungsarten an. Wir behalten uns vor, einzelne Zahlungsarten im Einzelfall auszuschließen, wenn dafür ein sachlicher Grund besteht.
(3) Wir stellen Rechnungen elektronisch aus und senden sie per E-Mail oder stellen sie im Kundenbereich bereit. Der Kunde erklärt sich damit einverstanden. Folgerechnungen versenden wir spätestens 14 Tage vor Fälligkeit. Bei Zahlung per Lastschrift dient die Rechnung zugleich als Vorabinformation über Betrag und Fälligkeit des Einzugs. Der Kunde sorgt dafür, dass seine Zahlungsdaten gültig sind und die hinterlegte E-Mail-Adresse erreichbar ist.
(4) Der Kunde trägt Kosten, die durch eine von ihm zu vertretende Rücklastschrift oder fehlgeschlagene Zahlung entstehen, in der tatsächlich bei uns entstandenen Höhe. Dem Kunden bleibt der Nachweis gestattet, dass uns kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
(5) Preisänderungen bei laufenden Verträgen:
- Wir ändern die Preise bestehender Verträge nur mit Zustimmung des Kunden. Wir bieten ihm die Änderung in Textform an, nennen den neuen Preis und den vorgesehenen Zeitpunkt und geben dem Kunden mindestens sechs Wochen Zeit. Eine Änderung wird nur wirksam, wenn der Kunde ausdrücklich zustimmt, zum Beispiel durch Klick auf eine Bestätigungsschaltfläche im Kundenbereich oder durch Antwort in Textform. Schweigen gilt nicht als Zustimmung.
- Stimmt der Kunde nicht zu, bleibt der bisherige Preis bestehen. Unser Recht zur ordentlichen Kündigung nach § 11 Abs. 7 bleibt unberührt.
§ 10 Zahlungsverzug
(1) Vor Fälligkeit einer Rechnung erinnern wir den Kunden in Textform an die Zahlung. Gesetzliche Verzugszinsen und der Ersatz des Verzugsschadens bleiben unberührt; Unternehmer (nur Unternehmer) schulden außerdem die gesetzliche Pauschale nach § 288 Abs. 5 BGB.
(2) Zahlt der Kunde nicht bis zur Fälligkeit, mahnen wir ihn einen Tag nach Fälligkeit in Textform. Die Mahnung kündigt an, dass wir die betroffenen Leistungen sperren, wenn die Zahlung nicht innerhalb von vier Tagen eingeht.
(3) Wir dürfen den Zugang zum Paket (Webseite, Verwaltung) frühestens vier Tage nach dieser Mahnung sperren, wenn der offene Betrag nicht nur geringfügig ist. Die Sperrung ist vorläufig. Der Vertrag und die Zahlungspflicht bleiben bestehen. Sobald der Rückstand ausgeglichen ist und die Zahlung bei uns eingegangen ist, heben wir die Sperrung ohne schuldhafte Verzögerung auf. Ein gesetzliches Leistungsverweigerungsrecht des Kunden (zum Beispiel wegen Mängeln) bleibt unberührt.
(4) Gerät der Kunde auch während der Sperrung länger mit der Zahlung in Verzug, fordern wir ihn in Textform unter Fristsetzung von mindestens 14 Tagen zur Zahlung auf und weisen auf die Folgen hin. Zahlt der Kunde bis zum Ablauf dieser Frist nicht, dürfen wir den Vertrag aus wichtigem Grund fristlos kündigen (§ 314 BGB) und die gespeicherten Daten löschen. Die Aufforderung nennt das Löschdatum und weist auf die Möglichkeit hin, die Daten bis dahin zu sichern.
(5) Die Aufrechnung durch den Kunden mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen sowie die Ausübung gesetzlicher Zurückbehaltungs- und Leistungsverweigerungsrechte bleiben möglich. (nur Unternehmer) Gegenüber Unternehmern gilt: Zurückbehaltungsrechte dürfen nur auf Ansprüche aus demselben Vertragsverhältnis gestützt werden.
§ 11 Vertragslaufzeit, Verlängerung und Kündigung
(1) Die Laufzeit beginnt mit der Einrichtung des Pakets und wird nach vollen Monaten gerechnet.
(2) Pakete mit monatlicher Zahlung haben eine Laufzeit von einem Monat. Sie verlängern sich jeweils automatisch um einen weiteren Monat, wenn der Kunde nicht kündigt. Pakete mit jährlicher Zahlung haben eine Laufzeit von zwölf Monaten. Sie verlängern sich jeweils automatisch um weitere zwölf Monate, wenn der Kunde nicht kündigt. Zusatzoptionen werden monatlich gebucht, haben eine Laufzeit von einem Monat und verlängern sich jeweils automatisch um einen weiteren Monat, wenn der Kunde nicht kündigt; sie enden spätestens mit dem Paket, zu dem sie gehören.
(3) Der Kunde kann bis zum Ende der laufenden Laufzeit in Textform verlangen, dass sich das Paket zur Verlängerung mit der jeweils anderen Zahlungsweise (monatlich oder jährlich) verlängert. Für eine im Paket enthaltene Domain gilt § 13.
(4) Der Kunde kann Pakete und Zusatzoptionen jederzeit zum Ende der laufenden Laufzeit kündigen, ohne dass eine darüber hinausgehende Kündigungsfrist einzuhalten ist. Die Kündigung muss uns dazu spätestens am letzten Tag der laufenden Laufzeit zugehen. Der Kunde kann in Textform kündigen, zum Beispiel per E-Mail oder über das Kundenkonto. Zusätzlich kann er jederzeit und ohne Anmeldung über den Link "Verträge hier kündigen" auf der Seite https://www.hessen-server.de/vertrag-kuendigen kündigen. Wir bestätigen dem Kunden die Kündigung unverzüglich elektronisch und nennen dabei den Zeitpunkt, zu dem der Vertrag endet.
(5) Bis zum Ende der Laufzeit bleibt der Vertrag mit allen Rechten und Pflichten bestehen. Bereits gezahlte Entgelte für die laufende Laufzeit erstatten wir bei Kündigung nicht anteilig. Hat der Kunde Entgelt für eine Laufzeit gezahlt, die wegen rechtzeitiger Kündigung nicht mehr beginnt, erstatten wir es vollständig. Gesetzliche Erstattungsansprüche, insbesondere nach Widerruf, wegen Mängeln oder bei Beendigung nach § 5 Abs. 3, bleiben unberührt.
(6) Für Domains gilt § 12 Abs. 7 und 8.
(7) Wir können Pakete mit einer Frist von drei Monaten zum Ende einer Laufzeit kündigen, Zusatzoptionen mit einer Frist von einem Monat zum Ende einer Laufzeit. Wir kündigen in Textform. Gezahlte Entgelte für die Zeit nach dem Vertragsende erstatten wir.
(8) Das Recht beider Parteien zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 12 Domains
(1) Dieser Paragraf gilt, wenn wir für Sie eine Domain registrieren, verlängern, verwalten oder übertragen. Wir sind weder Registrierungsstelle noch Inhaber Ihrer Domain. Wir beantragen die Registrierung in Ihrem Namen und in Ihrem Auftrag bei der zuständigen Registrierungsstelle, und zwar über unseren Registrar-Partner Hosting Concepts B.V. (Openprovider), Niederlande. Bei .de-Domains läuft die Anmeldung über einen Partner, der Mitglied der DENIC eG ist.
(2) Inhaber der Domain werden Sie, nicht wir. Sie sind der an der Domain Berechtigte und tragen die Verantwortung für Registrierung und Nutzung. Wir tragen uns nur dann als Inhaber ein, wenn das ausdrücklich vereinbart ist. Registrieren Sie eine Domain für einen Dritten, etwa für Ihren Kunden, müssen Sie zur Vertretung berechtigt sein. Sie bleiben dann gegenüber der Registrierungsstelle der Inhaber und legen auf berechtigtes Verlangen die Identität und die aktuellen Kontaktdaten des Nutzers offen.
(3) Für jede Domain gelten neben diesen AGB die Bedingungen der zuständigen Registrierungsstelle und, soweit es keine eigenen Bedingungen gibt, die Regeln der ICANN. Bei .de-Domains kommt der Domainvertrag unmittelbar zwischen Ihnen und der DENIC eG zustande. Die für Ihre Endung maßgeblichen Bedingungen sind in Absatz 15 verlinkt und werden Ihnen bei der Bestellung angezeigt. Sie gelten für Sie unmittelbar. Soweit Bedingungen der Registrierungsstelle zwingend sind und diesen AGB widersprechen, gehen sie vor. Ändern die Registrierungsstelle oder die ICANN ihre Bedingungen, gelten die Änderungen mit ihrem Wirksamwerden; wir informieren Sie über wesentliche Änderungen per E-Mail.
(4) Wir reichen Ihren Auftrag nach der Bestellung unverzüglich bei der Registrierungsstelle ein. Die Domain ist erst registriert, wenn die Registrierungsstelle die Registrierung bestätigt hat. Domains werden in der Reihenfolge des Eingangs vergeben. Wir können nicht gewährleisten, dass Ihnen die gewünschte Domain zugeteilt wird, dass sie frei von Rechten Dritter ist oder dass sie dauerhaft Bestand hat. Wir prüfen vor der Registrierung nicht, ob die Domain Marken-, Namens- oder sonstige Rechte Dritter verletzt. Scheitert die Registrierung, weil die Domain bereits vergeben ist oder die Registrierungsstelle sie ablehnt, kommt der Vertrag über diese Domain nicht zustande, und wir erstatten bereits gezahlte Entgelte für diese Domain unverzüglich.
(5) Als Domaininhaber haben Sie folgende Pflichten:
- Sie geben bei der Bestellung richtige und vollständige Daten an: Name, bei Unternehmen die vollständige Firma mit Rechtsform, Anschrift (kein Postfach), E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Die E-Mail-Adresse muss Ihre eigene und dauerhaft erreichbare sein.
- Sie teilen uns Änderungen dieser Daten unverzüglich mit, spätestens binnen sieben Tagen. Anfragen von uns oder der Registrierungsstelle zur Richtigkeit Ihrer Daten beantworten Sie binnen fünfzehn Tagen.
- Nach Registrierung, Übertragung oder Änderung Ihrer Kontaktdaten erhalten Sie je nach Endung eine Bestätigungs-E-Mail. Bestätigen Sie sie binnen fünfzehn Tagen. Andernfalls kann die Domain gesperrt werden, sodass Website und E-Mail nicht mehr erreichbar sind.
- Registrierung und beabsichtigte Nutzung der Domain verletzen keine Rechte Dritter und verstoßen nicht gegen Gesetze. Nicht erlaubt sind insbesondere Phishing, die Verbreitung von Schadsoftware, der Betrieb von Botnetzen, Marken- und Urheberrechtsverletzungen sowie betrügerische oder täuschende Angebote.
- Sie sorgen dauerhaft für funktionsfähige Nameserver. Bei .de-Domains erlischt der Domainvertrag, wenn Sie nicht binnen vier Wochen nach der Bestellung die technischen Voraussetzungen für die Einbindung der Domain schaffen.
- Sie erfüllen die zusätzlichen Voraussetzungen Ihrer Endung (Absatz 12).
Verstoßen Sie schuldhaft gegen diese Pflichten, kann die Registrierungsstelle die Domain sperren, übertragen oder löschen; auch wir dürfen die Domain in diesem Fall sperren und den Vertrag über die Domain aus wichtigem Grund kündigen. Vor einer Sperrung durch uns geben wir Ihnen, soweit zumutbar, Gelegenheit zur Abhilfe.
(6) Weder wir noch die Registrierungsstellen prüfen, wer an einer Domain das bessere Recht hat. Beansprucht ein Dritter die Domain, gelten die Streitverfahren der Registrierungsstelle, denen Sie sich unterwerfen: bei den meisten internationalen Endungen das UDRP- und das URS-Verfahren der ICANN, bei .de der Dispute-Eintrag der DENIC (die Domain bleibt dann nutzbar, kann aber nicht auf Dritte übertragen werden), bei .eu das .eu-ADR-Verfahren, bei .at der Wartestatus von nic.at, bei .ch der Streitbeilegungsdienst von SWITCH und bei .fr die Verfahren der Afnic. Auf Grundlage solcher Verfahren, von Gerichts- oder Behördenentscheidungen oder zur Korrektur von Fehlern bei der Registrierung kann die Domain gesperrt, übertragen oder gelöscht werden. Wir leiten die Maßnahme um und informieren Sie unverzüglich, soweit uns das rechtlich erlaubt ist. Gerichtsstände, die sich aus zwingendem Recht oder den Bedingungen der Registrierungsstelle ergeben, bleiben unberührt.
(7) Eine Domain wird jeweils für ein Registrierungsjahr (zwölf Monate ab Registrierung, Übertragung oder der letzten Verlängerung) gehalten. Das Entgelt für ein Registrierungsjahr ist im Voraus zu zahlen. Die Preise für Registrierung, Verlängerung, Wiederherstellung und Übertragung nennen wir im Shop. Das Registrierungsjahr verlängert sich jeweils automatisch um ein weiteres Jahr, wenn Sie nicht nach Absatz 8 kündigen. Wir erinnern Sie vor jeder Verlängerung in Textform an den Verlängerungszeitpunkt und den Preis, in der Regel etwa einen Monat und etwa eine Woche vor Ablauf. Läuft die Domain ab, ohne verlängert oder gekündigt zu sein, erinnern wir Sie innerhalb von fünf Tagen nach Ablauf erneut. Die Erinnerungen gehen an die E-Mail-Adresse des Inhabers. Preisänderungen richten sich nach § 9 Abs. 5.
(8) Sie können den Domainvertrag jederzeit zum Ende des bezahlten Registrierungsjahres kündigen. Das angefangene Registrierungsjahr erstatten wir nicht. Nach Wirksamwerden der Kündigung verlängern wir die Domain nicht mehr und berechnen kein weiteres Entgelt; die Domain bleibt bis zum Ende des bezahlten Registrierungsjahres bei Ihnen registriert und kann bis dahin zu einem anderen Anbieter umgezogen werden. Entgelte für spätere Registrierungsjahre, die Sie bereits gezahlt haben, erstatten wir, soweit wir die Verlängerung bei der Registrierungsstelle noch nicht ausgeführt haben. Nach dem Ende des Registrierungsjahres geben wir die Domain bei der Registrierungsstelle frei beziehungsweise löschen sie. Anschließend kann sie nach einer Wartefrist von jedem anderen registriert werden. Wollen Sie die Domain behalten und nur den Anbieter wechseln, kündigen Sie nicht, sondern fordern Sie den Auth-Code an (Absatz 11); eine Kündigung führt zum Verlust der Domain. Die Kündigung kann wie in § 11 Abs. 4 erklärt werden. Ihre gesetzlichen Rechte, insbesondere ein Widerrufsrecht als Verbraucher, bleiben unberührt.
(9) Haben wir das Entgelt für ein neues Registrierungsjahr nicht rechtzeitig erhalten, können wir die Verlängerung nicht sicherstellen. Die Domain läuft dann zum Ablauftermin ab. Ab diesem Zeitpunkt kann die Domain, soweit die Registrierungsstelle das vorsieht, gelöscht sowie die Auflösung gesperrt werden, sodass Website und E-Mail nicht mehr funktionieren; wir dürfen Besucher auf eine Hinweis- oder Parkseite umleiten. Danach fällt die Domain an die Registrierungsstelle zurück. Je nach Endung gibt es eine Rückholfrist von einigen Wochen (zum Beispiel bei .de bis zum 31. Tag, bei internationalen Endungen 30 Tage, bei .eu und .ch 40 Tage). In dieser Frist können wir die Domain auf Ihren Auftrag wiederherstellen. Die Wiederherstellung ist kostenpflichtig; die Gebühr nennen wir Ihnen vor der Beauftragung. Wir haben keinen Einfluss darauf, ob die Registrierungsstelle die Wiederherstellung zulässt. Nach Ablauf der Rückholfrist kann jeder die Domain registrieren; ein Anspruch auf Rückgabe besteht dann nicht.
(10) Sie können Domains von einem anderen Anbieter zu uns übertragen, wenn Sie der Inhaber sind, die Domain nicht gesperrt ist und Sie uns den Auth-Code (bei .de das Providerwechsel-Passwort) des bisherigen Anbieters nennen. Bei internationalen Endungen ist eine Übertragung in den ersten 60 Tagen nach Registrierung oder der letzten Übertragung nicht möglich. Mit der Übertragung verlängert sich die Domain in der Regel um ein Jahr; das Entgelt dafür richtet sich nach den Preisen im Shop. Wir haben keinen Einfluss auf Verzögerungen oder Ablehnungen durch den abgebenden Anbieter. Das .de-Passwort ist ab Ausstellung 30 Tage gültig und einmal nutzbar.
(11) Sie können Ihre Domain jederzeit zu einem anderen Anbieter umziehen. Den Auth-Code (bei .de das Providerwechsel-Passwort) stellen wir Ihnen auf Anforderung unverzüglich und kostenlos im Kundenbereich bereit und geben ihn nur an den Inhaber heraus. Andere offene Forderungen sind kein Grund, die Freigabe zu verweigern; lediglich für ein bereits abgelaufenes Registrierungsjahr dürfen wir die Zahlung verlangen. Bei internationalen Endungen kann nach Neuregistrierung und nach einem Inhaberwechsel eine Transfersperre nach der ICANN-Transfer-Richtlinie gelten; wir weisen Sie vor einem Inhaberwechsel darauf hin. Mit dem Wechsel endet unsere Verwaltung der Domain; eine für Sie geltende Preisvergünstigung für Domains im Paket entfällt dann für die Zukunft. Beim Inhaberwechsel auf einen Dritten bevollmächtigen Sie uns, die Zustimmung des bisherigen und des neuen Inhabers gegenüber dem Registrar zu bestätigen (Designated Agent nach der ICANN-Transfer-Richtlinie). Der neue Inhaber muss diese Bedingungen annehmen.
(12) Für einzelne Endungen gilt zusätzlich:
- .de: Sie schließen den Domainvertrag mit der DENIC eG; deren Domainbedingungen und Domainrichtlinien gelten. Prüfen Sie Ihre Daten unmittelbar nach der Registrierung unter webwhois.denic.de und teilen Sie Korrekturen unverzüglich mit. Die DENIC veröffentlicht die Daten von Domaininhabern, die keine natürliche Person sind, öffentlich. Haben Sie Ihren Sitz nicht in Deutschland, müssen Sie auf Aufforderung der DENIC binnen zwei Wochen einen Zustellungsbevollmächtigten in Deutschland benennen. Kündigungen gegenüber der DENIC leiten wir für Sie weiter.
- .eu: Nur Staatsangehörige eines EU- oder EWR-Staates (Island, Liechtenstein, Norwegen), Personen mit Wohnsitz dort sowie Unternehmen und Organisationen mit Sitz dort dürfen .eu-Domains halten. Sie bestätigen mit der Bestellung, die geltenden .eu-Bedingungen angenommen zu haben und in gutem Glauben zu handeln. Erfüllen Sie die Voraussetzungen nicht mehr, kann EURid die Domain widerrufen.
- .fr: Nur natürliche Personen mit Wohnsitz und Unternehmen mit Sitz in der EU, in Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz können .fr-Domains halten. Inhaber und administrativer Kontakt müssen per Telefon und E-Mail erreichbar sein.
- .at: Sie benötigen eine ladungsfähige physische Anschrift; ein Postfach genügt nicht. Es gelten die AGB und Registrierungsrichtlinien von nic.at. Wir handeln gegenüber nic.at als Ihr Stellvertreter; unsere Handlungen und Erklärungen werden Ihnen zugerechnet.
- .ch: Es gelten die AGB von SWITCH. Auf Verlangen einer Schweizer Behörde müssen Sie als Inhaber ohne Schweizer Korrespondenzadresse binnen 30 Tagen eine solche benennen und Ihre Identität bekannt geben, sonst widerruft die Registrierungsstelle die Domain.
- .gmbh: Nur Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH, gGmbH), deren Bestehen in den öffentlichen Registern in Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Luxemburg oder der Schweiz überprüfbar ist, können .gmbh-Domains halten. Auf Verlangen weisen Sie das nach; andernfalls kann die Domain gesperrt oder ohne Erstattung gelöscht werden.
- .com, .net, .org, .biz, .info, .shop, .io: Es gelten zusätzlich die Richtlinien der jeweiligen Registry, etwa deren Regeln gegen Missbrauch.
(13) Für die Registrierung übermitteln wir Ihre Daten an unseren Registrar-Partner, die Registrierungsstelle und, soweit vorgeschrieben, an Hinterlegungsstellen (Data Escrow). Je nach Endung werden Daten öffentlich abrufbar, etwa die Daten von Unternehmen als Inhaber einer .de-Domain. Bei internationalen Endungen sind Inhaberdaten in der Regel geschwärzt, soweit Sie bei der Bestellung nicht der Veröffentlichung zustimmen. Alles Weitere, insbesondere zu Ihren Rechten, steht in unserer Datenschutzerklärung https://www.hessen-server.de/datenschutz.
(14) Unsere Haftung richtet sich nach § 15, eine Freistellung nach § 16. Wir haften nicht für Entscheidungen oder Ausfälle der Registrierungsstelle, der ICANN, von Gerichten oder Behörden, soweit wir diese nicht zu vertreten haben.
(15) Bedingungen der Registrierungsstellen, die für Ihre Domain gelten:
- Alle internationalen Endungen (gTLD, zum Beispiel .com, .net, .org):
- Rechte und Pflichten des Domaininhabers (ICANN Registrants' Benefits and Responsibilities)
- Informationen für Domaininhaber (ICANN)
- Domain Registration Agreement von Openprovider
- Renewal, Expiration and Deletion Policy von Openprovider
- Expired Registration Recovery Policy (ICANN)
- UDRP (ICANN) und UDRP und URS für Domaininhaber
- ICANN-Transfer-Richtlinie
- .de: DENIC-Domainbedingungen und DENIC-Domainrichtlinien
- .eu: Bedingungen von EURid
- .at: AGB und Registrierungsrichtlinien von nic.at
- .ch: AGB von SWITCH
- .fr: Charte de nommage der Afnic
- .shop: Registration Policy und Acceptable Use and Anti-Abuse Policy von GMO Registry
- .io: Bedingungen von nic.io
§ 13 Domain im Paket
(1) Zu Paketen mit jährlicher Zahlung ist eine Domain der Endungen .de, .com, .net oder .org im Paketpreis enthalten, solange das Paket jährlich bezahlt wird. Das Angebot gilt für eine Domain je Paket und nicht für andere Endungen.
(2) Wechselt der Kunde zur Verlängerung auf monatliche Zahlung (§ 11 Abs. 3), wird die Domain ab dann zum regulären Preis laut Shop berechnet, jährlich im Voraus. Ein bereits bezahltes Registrierungsjahr bleibt davon unberührt. Wir weisen den Kunden vor der Berechnung in der Erinnerung nach § 12 Abs. 7 auf den Preis hin.
(3) Kündigt der Kunde das Paket, bleibt die Domain bis zum Ende ihres bezahlten Registrierungsjahres registriert. Danach verlängert sie sich zum regulären Preis nach § 12 Abs. 7, wenn der Kunde sie nicht nach § 12 Abs. 8 kündigt oder zu einem anderen Anbieter umzieht.
(4) Die Domain bleibt in allen Fällen die Domain des Kunden. Bereits an die Registrierungsstelle gezahlte Entgelte erstatten wir nicht, soweit nicht zwingendes Recht etwas anderes bestimmt.
§ 14 Datensicherung
(1) Die Sicherung seiner Daten obliegt dem Kunden. Er sichert die für ihn wichtigen Daten (Webseiten-Dateien, Datenbanken, E-Mails) in angemessenen Abständen selbst, sodass er sie bei einem Verlust ohne unverhältnismäßigen Aufwand wiederherstellen kann.
(2) Wir erstellen für eigene Zwecke Sicherungskopien unserer Systeme, ohne Zusage zu Umfang, Häufigkeit, Aufbewahrungsdauer oder Wiederherstellbarkeit. Ein Anspruch des Kunden auf Wiederherstellung einzelner Daten aus diesen Sicherungen besteht nicht. Gesetzliche Rechte des Kunden bei Mängeln bleiben unberührt.
(3) Unsere Haftung für Datenverlust richtet sich nach § 15. Der Kunde muss sich ein Unterlassen angemessener eigener Sicherung nach den allgemeinen Regeln zum Mitverschulden (§ 254 BGB) anrechnen lassen.
§ 15 Haftung
(1) Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz, bei arglistig verschwiegenen Mängeln und soweit wir eine Garantie übernommen haben. Die Haftung nach Art. 82 DSGVO bleibt unberührt.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haften wir nur bei der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht. Das sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Bei einem Datenverlust ersetzen wir bei einfacher Fahrlässigkeit den Aufwand, der bei ordnungsgemäßer eigener Datensicherung des Kunden für die Wiederherstellung der Daten angefallen wäre.
(4) Soweit unsere Haftung ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung unserer Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen.
(5) Gesetzliche Rechte des Verbrauchers bei Mängeln der digitalen Leistung nach den §§ 327 ff. BGB bleiben unberührt.
§ 16 Freistellung
(1) Machen Dritte wegen Inhalten des Kunden, deren Nutzung oder wegen der Registrierung und Nutzung einer Domain des Kunden Ansprüche gegen uns, unseren Registrar-Partner oder die Registrierungsstelle geltend, die auf einem vom Kunden verschuldeten Verstoß gegen § 7 oder § 12 Abs. 5 beruhen, stellt der Kunde uns von diesen Ansprüchen frei. Das umfasst die angemessenen und erforderlichen Kosten der Rechtsverteidigung. Ohne Verschulden des Kunden besteht keine Freistellungspflicht.
(2) Wir informieren den Kunden unverzüglich über die Geltendmachung der Ansprüche und geben ihm, soweit möglich, Gelegenheit zur Stellungnahme und zur Abwehr. Ohne vorherige Absprache erkennen wir keine Ansprüche an.
§ 17 Daten nach Vertragsende
(1) Der Kunde ist dafür verantwortlich, seine Daten (Webseiten-Dateien, Datenbanken, E-Mails) vor dem Vertragsende zu sichern. Dazu stehen ihm die im Paket enthaltenen Möglichkeiten zur Verfügung, etwa Sicherungsfunktionen in Plesk, Dateiübertragung und E-Mail-Abruf per IMAP.
(2) Nach Vertragsende sperren wir den Zugang und löschen die Daten des Kunden, sofern keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht. Der Kunde hat nach Vertragsende noch 14 Tage Zeit, seine Daten bei uns anzufordern. Danach löschen wir sie unwiderruflich, auch aus Sicherungskopien nach Ablauf deren Aufbewahrungsdauer.
(3) Ist der Kunde Verbraucher, stellen wir ihm auf Verlangen die von ihm bereitgestellten oder erzeugten nicht personenbezogenen Inhalte kostenlos, ohne Behinderung, innerhalb angemessener Frist und in einem gängigen, maschinenlesbaren Format zur Verfügung, soweit das Gesetz dies vorsieht (§ 327p BGB). Rechte nach der DSGVO, insbesondere auf Auskunft und Datenübertragbarkeit, bleiben unberührt.
(4) Wegen offener Forderungen machen wir kein Zurückbehaltungsrecht an den Daten des Kunden geltend.
§ 18 Änderungen dieser AGB
(1) Wir können diese AGB ändern, wenn dafür ein sachlicher Grund besteht, zum Beispiel eine Gesetzesänderung, geänderte Rechtsprechung, neue Leistungen oder eine Änderung der technischen Gegebenheiten.
(2) Änderungen werden nur wirksam, wenn der Kunde ihnen zustimmt. Wir teilen dem Kunden die Änderung mit dem neuen Wortlaut in Textform mit und weisen auf die Änderung hin. Der Kunde stimmt ausdrücklich zu, zum Beispiel durch Klick auf eine Bestätigungsschaltfläche im Kundenbereich. Schweigen gilt nicht als Zustimmung.
(3) Stimmt der Kunde nicht zu, gelten für bestehende Verträge die bisherigen AGB weiter. Für neue Bestellungen und neue Zusatzoptionen gilt die aktuelle Fassung. Ist uns ein Festhalten an den bisherigen Bedingungen aus triftigem Grund nicht zumutbar (zum Beispiel wegen einer zwingenden Gesetzesänderung), bleibt unser Recht zur ordentlichen Kündigung nach § 11 Abs. 7 unberührt.
§ 19 Widerruf und Datenschutz
(1) Verbraucher haben ein gesetzliches Widerrufsrecht. Die Einzelheiten stehen in der gesonderten Widerrufsbelehrung, die Bestandteil der Bestellung ist: https://www.hessen-server.de/widerruf.
(2) Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten stehen in unserer Datenschutzerklärung: https://www.hessen-server.de/datenschutz.
§ 20 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dadurch nicht der Schutz entzogen wird, der ihnen durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates gewährt wird, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben.
(2) (nur Unternehmer) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertrag Stadtallendorf. Wir sind berechtigt, den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
(3) Erklärungen und Mitteilungen im Rahmen des Vertrags können in Textform (E-Mail, Kundenbereich) erfolgen, soweit das Gesetz nichts anderes verlangt. Der Kunde teilt Änderungen seiner Anschrift und E-Mail-Adresse unverzüglich mit.
(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.